Intern
    Mineralogisches Museum

    Historische Erzlagerstätten und Mineralienfundorte des Harzes

    Sammlung Peter C. Ruppert 

    Der Sammler Peter C. Ruppert mit einer seiner Lieblingserzstufen, einem Bändererz aus der Grube "Hilfe Gottes" Bad Grund, in seinem ehemaligen Depot in Berlin (Foto: Volker Lüders)

    Seit Januar 2014  zeigt das Mineralogische Museum eine neue Ausstellung mit Exponaten von historischen Erzlagerstätten und Mineralienfundorten des Harzes, gesammelt von Peter C. Ruppert.

    Von Anfang der 1970er Jahre bis heute hat Peter C. Ruppert eine bedeutende Sammlung aufgebaut, die mehr als 250 Erzmineralstufen, aus allen historisch und wirtschaftlich wichtigen Erzlagerstätten des Harzes umfasst, eines der ältesten und traditionsreichsten Bergbaugebiete Deutschlands. 

    Bergbauregion Harz

    Der Harz gehört zu den Mittelgebirgen Deutschlands und liegt am Schnittpunkt der Bundesländer Niedersachsen, Thüringen und Sachsen Anhalt. Zusammen mit dem Rheinischen Schiefergebirge bildet er den nördlichsten Teil des vor rund 300 Millionen Jahren gefalteten Variskischen Gebirges, das weite Bereiche Mitteleuropas einnimmt.

    Die unterschiedlichen geologischen Prozesse, die im Laufe der erdgeschichtlichen Entwicklung zur Bildung dieses Mittelgebirges führten, haben eine Vielzahl an Gesteinen, Mineralen und Erzen hinterlassen. Insbesondere die zahlreichen Erzvorkommen führten zu einer über Jahrtausende andauernden Bergbautätigkeit im Harz. Über mehrere Jahrhunderte blühte vor allem der Abbau von Kupfer, Blei, Zink, Silber und Eisen. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurden die meisten Gruben still gelegt.

    Konkrete Kunst und Minerale aus dem Harz

    Der in Berlin lebende Peter C. Ruppert und seine Frau Rosemarie sind in Würzburg bekannt als Sammler Konkreter Kunst nach 1945,  die seit dem Jahr 2002 im Museum im Kulturspeicher zu sehen ist.

    Seit mehr als 40 Jahren sammelt Peter C. Ruppert auch Mineralien aus dem Harz. Auf die Frage, was ihn an den Mineralen besonders fasziniert, antwortete er dem Pressereferenten der Universität: „Die Kristalle der Mineralien sind im Gegensatz zu anderen Naturformen geometrisch-basiert ausgebildet. Damit entsprechen sie den Kunstformen in meiner Sammlung konkret-konstruktiver Kunst, die sich im Museum im Kulturspeicher befindet.“

    Zahlreiche Besuche in den nahe der Heimat gelegenen Harz weckten in Peter C. Ruppert das Interesse für die Mineralienvielfalt der damals noch aktiven Bergbauregion.  Die Begeisterung wuchs mit dem Kennenlernen der unterschiedlichen geologischen Prozesse, die zur Entstehung dieses deutschen Mittelgebirges führten.  „Aus Sicht des Sammlers haben mich von den sowohl vulkanisch, wie auch sedimentär entstandenen Mineralien und Gesteinen deren lokaltypische Vorkommen gereizt“, erklärt Ruppert dem Pressereferenten der Universität.

    Präsentation der Sammlung

    Die Präsentation der Mineraliensammlung von Peter C. Ruppert ist regional in die geologischen Großeinheiten Ober- Mittel- und Unterharz gegliedert und zeigt die verschiedenen Erzmineralvorkommen der wichtigsten Bergbauregionen.

     

    Kontakt

    Institut für Geographie und Geologie
    Mineralogisches Museum
    Am Hubland
    97074 Würzburg

    Tel.: +49 931 31-85407
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